Neue Schiffe vs. Gebrauchte Schiffe - Vorteile und Nachteile der Kapitalanlage in Second Hand Schiffe

Die stetig ansteigenden Nachfrage nach immer Transportkapazitäten kann derzeit von den Schiffswerften nicht mehr durch den Bau neuer Schiffe gedeckt werden. Dadurch wird es immer interessanter, Schiffe länger zu betreiben bzw. beim Kauf von neuen Schiffen die ausgedienten Schiffe nicht zu verschrotten, sondern weiterzuverkaufen. Auf Grund dieser Entwicklung ist ein bedeutender Markt für Gebrauchtschiffe entstanden.

Bei der Kapitalanlage in Schiffsbeteiligungen ist es zunächst zweitrangig, ob in Schiffsneubauten oder in gebrauchte Schiffe investiert wird. Wichtig ist die Qualität und Kompetenz sowohl der Fondsgesellschaft als auch des Schiffsbetreibers.

Das gilt grundsätzlich für sämtliche Arten von Schiffen. Sowohl für Containerschiffe, die in immer größerem Umfang die steigenden Transportleistungen übernehmen, als auch für Tanker und Stückgutfrachter gibt es einen großen Secondhand-Markt. Auch ältere Kreuzfahrtschiffe werden modernisiert und wieder neu auf die Reise geschickt.

Wer sein Kapital in einer Schiffsbeteiligung anlegen will, muss in jedem Fall das Angebot genau prüfen. Wichtig sind:

  • Langfristig gut funktionierender Betrieb des Schiffes
  • Hohe Auslastung, d.h. keine großen Unterbrechungen bei der Buchung des Schiffes
  • Langfristig gesicherte Charter Verträge

Bei einem Schiffsneubau stimmt in der Regel die Qualität des Schiffes und es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren zuverlässig laufen. Gegebenenfalls lassen sich auch höhere Charterraten erzielen, weil das Schiff z. B. schneller ist als die ältere Konkurrenz.

Bei gebrauchten Schiffen gibt es gegenwärtig das Phänomen, dass wegen der hohen Nachfrage die Preise sehr hoch sind. Teilweise liegen sie auf dem Niveau von Neubauten. Bei einem Schiff, das gut instand gehalten wurde, mag das gerechtfertigt sein. Allerdings werden auch Schiffe angeboten, die ziemlich heruntergekommen und damit unzuverlässig sind und die trotzdem völlig überteuert angeboten werden. Hier ist man auf die kompetente Auswahl und Preisverhandlung der Fondsgesellschaft angewiesen.

In die Gesamtkalkulation muss einbezogen werden, dass gebrauchte Schiffe einen steuerlichen Vorteil genießen. Neubauten unterliegen einer Bindungsfrist von meistens acht Jahren. Erst danach können sie ohne steuerliche Nachteile veräußert werden. Ein Secondhand-Schiff unterliegt dieser Beschränkung nicht. Es kann also bereits vor Ablauf dieser Frist ohne steuerliche Nachteile verkauft werden und im Portfolio des Kapitalanlegers durch ein neueres oder den Marktbedürfnissen besser angepasstes Schiff ersetzt werden.

Schiffsbeteiligungen

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Zusammenfassung

Zweitmarkt für Schiffsbeteiligungen immer gefragter: Lohnt sich die Kapitalanlage bei Schiffsfonds, bei dem in ein Gebrauchtschiff investiert wird?

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